Bug-Bounty-Rekord: Microsoft verteilt 20 Millionen US-Dollar an IT-Forscher
Vom 1. Juli 2025 bis zum 30. Juni 2026 hat Microsoft im Rahmen seines Bug-Bounty-Programms so viel Geld ausgeschüttet wie noch nie zuvor in einem Jahr. Laut einer Mitteilung des Konzerns(öffnet im neuen Fenster) geht es um nicht weniger als 20 Millionen US-Dollar, die an insgesamt 562 Sicherheitsforscher aus 64 Ländern verteilt wurden. Für den Bug mit der höchsten Ausschüttung allein gab es 200.000 US-Dollar. Doch die einzelnen Forscher erhielten weniger als im Vorjahr.
Im Vergleich zum Vorjahr legten die Ausschüttungen zu. Von Mitte 2024 bis Mitte 2025 wurden laut Microsoft rund 17 Millionen US-Dollar verteilt, was damals ebenfalls ein neuer Rekord war. Im Durchschnitt erhielten die einzelnen Forscher damals aber höhere Prämien, denn das Geld verteilte sich nur auf 344 Forscher aus 59 Ländern.
Folglich lag die durchschnittliche Ausschüttung je Forscher bei rund 49.400 US-Dollar. Im neuen Jahr waren es nur knapp 35.600 US-Dollar – ein Rückgang um etwa 28 Prozent. Ursache dafür dürften unter anderem mittels KI gefundene Schwachstellen sein. Die Menge der Funde stieg dadurch zuletzt rapide. Verteilte Bug-Bounty-Prämien je Meldung wurden dafür aber bei vielen Projekten zuletzt gekürzt oder direkt ganz gestrichen.
2,3 Millionen US-Dollar bei Wettbewerb verteilt
Auch Microsoft bestätigte, dass sein Bug-Bounty-Programm in diesem Jahr insgesamt ein "deutliches Wachstum" verzeichnete. Gerade in der zweiten Jahreshälfte sei das Einreichungsvolumen rapide angestiegen. Als Gründe nennt der Konzern "das starke Engagement der Forschungsgemeinschaft sowie den zunehmenden Einsatz von KI zur Unterstützung der Sicherheitsforschung".
Ein Teil des diesjährigen Erfolgs schreibt Microsoft aber auch dem hauseigenen Hackerwettbewerb Zero Day Quest(öffnet im neuen Fenster) zu, bei dem Anfang 2026 fast 700 Sicherheitslücken entdeckt und Preisgelder in Höhe von insgesamt 2,3 Millionen US-Dollar ausgeschüttet wurden. Die Teilnehmer nahmen dabei vor allem Microsofts Cloud- und KI-Plattformen ins Visier.
Darüber hinaus erweiterte Microsoft(öffnet im neuen Fenster) Ende 2025 sein Bug-Bounty-Programm. Seitdem sind auch Funde in von Microsoft genutzten Open-Source- und Drittanbieterprojekten für Ausschüttungen berechtigt, sofern diese direkte Auswirkungen auf Dienste des Konzerns haben. 300 Meldungen sowie Prämien im Umfang von 800.000 US-Dollar entfielen in diesem Jahr auf diese Kategorie.
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