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RP2350: Der Raspberry Pi Pico 2 mit WLAN und Bluetooth ist da

Auch der RP2350 funkt jetzt per WLAN und Bluetooth. Das Funkmodul gibt es demnächst auch einzeln. Der Gründer kündigt weitere Produkte an.
/ Johannes Hiltscher
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Äußerlich ist der Raspberry Pi Pico 2 W kaum von seinem Vorgänger zu unterscheiden. (Bild: Raspberry Pi Ltd.)
Äußerlich ist der Raspberry Pi Pico 2 W kaum von seinem Vorgänger zu unterscheiden. Bild: Raspberry Pi Ltd.

Knappe vier Monate nach der überraschenden Vorstellung des neuen Mikrocontrollers RP2350 hat die Raspberry Pi Ltd. ihm, wie bereits seinem Vorgänger, ein Funkmodem verpasst. Auch der Raspberry Pi Pico 2 W(öffnet im neuen Fenster) kommt wieder mit einem CYW43439-Modem von Infineon, das 802.11n WLAN und Bluetooth 5.2 beherrscht. Mit einem Verkaufspreis von 7 US-Dollar ist er, wie auch die Pico 2, einen Dollar teurer als sein Vorgänger. Erste deutsche Händler bieten den Pico 2 W bereits ab 7,50 Euro an.

Unser Test zeigte, dass es deutlich leistungsfähigere Prozessorkerne und doppelt so viel Speicher dafür gibt. Neben den zwei Cortex-M33-Kernen von ARM sind zudem zwei selbst entwickelte und überraschend leistungsfähige RISC-V-Kerne integriert. Ergänzt wird all das durch neue Funktionseinheiten, die etwa die Ausgabe eines HDMI-Signals deutlich vereinfachen, sowie Sicherheits-Features. Auch der Flash-Chip für Programme ist mit 4 MByte doppelt so groß wie beim Vorgänger.

Als kleines Manko des Pico 2 W kann gesehen werden, dass das Funkmodul lediglich im 2,4 GHz-Band arbeitet, was bei Mikrocontrollern aber häufig der Fall ist. Dafür ist im Preis des Pico 2 W die Nutzung eines Bluetooth-Stacks enthalten, ohne den die Entwicklung eines Bluetooth-Geräts (g+) quasi aussichtslos wäre.

Funkmodul bald als einzelnes Board

Das war bislang ein Hindernis für kommerzielle Produkte: Entwickler mussten entweder einen Pico W integrieren oder selbst einen Bluetooth-Stack lizenzieren und ein Funkmodul in ihre Platine integrieren.

Das erkannte auch die Raspberry Pi Ltd. und wird demnächst ein eigenständiges Funkmodul unter dem Namen RM2 anbieten. Ähnlich wie bei Modulen mit Chips von Espressif handelt es sich um eine kleine Platine mit Antenne und Funkchip, welche auf die eigene Platine aufgelötet wird. Ein Preis steht noch nicht fest, genutzt wird das RM2 allerdings bereits auf dem Pico Plus 2 W von Pimoroni(öffnet im neuen Fenster).

Am Ende der Pressemitteilung kündigt Raspberry-Pi-Gründer Eben Upton für 2025 zudem weitere Produkte auf Basis des RP2350 an – wir sind gespannt.


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