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Atari verkauft Matrix-Entwickler

Shiny geht an Foundation 9 Entertainment. Der angeschlagene Spiele-Publisher Atari sieht sich nun am Ziel einer Verschlankung, mit deren Hilfe wieder eine stabilere finanzielle Lage erreicht werden sollte. Möglich wurde dies allerdings erst durch den Verkauf eines weiteren Spielestudios, in diesem Fall Shiny Entertainment.
/ Christian Klaß
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Shiny Entertainment wurde 1993 gegründet und hat bisher acht Spiele entwickelt. Vor dem Kauf durch Atari (ehemals Infogrames) im Jahr 2002 entwickelte Shiny unter anderem Spiele wie Messiah und Sacrifice. Unter der Flagge von Atari schuf das Shiny-Team die zwar nicht sonderlich gelungenen, aber dennoch erfolgreich verkauften Matrix-Spiele "Enter The Matrix" und "Matrix – The Path Of Neo".

Nun gehört Shiny dem nordamerikanischen Publisher Foundation 9 Entertainment (F9E), die das dafür nötige Geld kürzlich durch Francisco Partners erhalten haben. Wie viel Atari für Shiny erhalten hat, wurde nicht angegeben. Der wohl bekannteste Shiny-Held, Earthworm Jim, wird bei Atari verbleiben. Die aktuelle Entwicklung eines entsprechenden Spiels führt Atari weiter.

Das Shiny-Team wird laut F9E-Ankündigung "intakt" bleiben, soll allerdings im Jahr 2007 mit dem F9E-Studio The Collective örtlich zusammen gelegt werden. Weitere zu F9E zählende Spielestudios sind Backbone Entertainment, Pipeworks, ImaginEngine und Digital Eclipse. Derzeit arbeiten die F9E-Studios an über 20 neuen Spielen, darunter zwei neue Ausgaben von Death Jr. (über Konami), ein Dirty-Harry-Spiel (über Warner Bros. Interactive) und Sonic Rivals (über Sega). Der aktuellste F9E-Titel ist das vom Backbone-Studio entwickelte Mech Aussault: Phantom War für den Nintendo DS.

Atari hatte Anfang 2006 umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen angekündigt – und sprach von substanziellen Zweifeln an der Fortführung des Geschäftsbetriebs. Durch den Verkauf der Spieleserien Timeshift, Stuntman, Driver und des Studios Reflections konnte Atari jedoch seine liquiden Mittel deutlich aufstocken. Zudem habe man die administrativen Kosten um 32 Prozent gesenkt, hieß es bereits im August 2006 seitens Atari – dennoch steckte der Publisher zu dem Zeitpunkt weiterhin in roten Zahlen.


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