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App Store: Takedown-Erpresser für Telegram-Sperrung verantwortlich

Ein Takedown-Erpresser hat illegale Inhalte in einen Gruppenchat eingeschleust und diese dann an Apple gemeldet.
/ Mike Faust
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Apple bestätigte die Telegram-Sperrung. (Bild: YURI KADOBNOV/AFP via Getty Images)
Apple bestätigte die Telegram-Sperrung. Bild: YURI KADOBNOV/AFP via Getty Images

In der Nacht vom 4. auf den 5. August 2026 hat Apple den Messenger Telegram kurzzeitig weltweit aus dem App Store entfernt. Wie der Telegram-Gründer Pavel Durov in einem Beitrag auf seiner Plattform(öffnet im neuen Fenster) erklärte, soll dies auf einen einzelnen Nutzer zurückzuführen sein, der illegale Inhalte in einem öffentlichen Gruppenchat postete.

Laut Durov wurde der Messengerdienst innerhalb weniger Stunden wieder in den App Store aufgenommen. Bei dem Nutzer handelte es sich dem Angaben zufolge um einen sogenannten Takedown-Erpresser, also einen Täter, der Geld von Gruppenbetreibern fordert und damit droht, Communitys durch das Einschleusen illegaler Inhalte zu zerstören.

Um zu verhindern, dass sein Beitrag direkt von den Moderatoren erkannt und entfernt werden konnte, editierte er demnach eine alte Nachricht in einem aktiven Chat und fügte die illegalen Inhalte dort ein. Diese blieben dadurch für die Gruppenmitglieder zunächst verborgen und konnten nicht umgehend gemeldet werden.

Systemisches Risiko für alle App-Betreiber

Der Erpresser meldete den Inhalt direkt an Apple, woraufhin das Unternehmen Telegram ohne Vorwarnung oder Erklärung aus dem App Store entfernte. Gegenüber 9to5Mac bestätigte Apple(öffnet im neuen Fenster), dass dies wegen eines Verstoßes gegen die Richtlinien zu Darstellungen von Kindesmissbrauch (Child Sexual Abuse Material, CSAM) erfolgt sei.

Telegram erklärte gegenüber 9to5Mac, dass der verantwortliche Nutzer sofort gesperrt worden sei. Das Unternehmen gab außerdem an, dass allein im Jahr 2026 bereits über 337.900 Gruppen und Kanäle im Zusammenhang mit CSAM gelöscht worden seien.

Durov wies in seinem Beitrag andere App-Betreiber darauf hin, dass der Vorfall ein systemisches Risiko für alle Apps aufzeige, die nutzergenerierte Inhalte hosten. An Apple richtet er die Kritik, die App entfernt zu haben, bevor Telegram überhaupt kontaktiert worden sei und die Gelegenheit gehabt habe, das Problem selbst zu lösen.


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