Humanoide Roboter: Geköpfter Roboter kämpft so gut wie der intakte Gegner
Der chinesische Roboterhersteller Engine AI hat in der südchinesischen Stadt Shenzhen seine Ultimate Humanoid Robot Knockout League(öffnet im neuen Fenster) stattfinden lassen. 32 Teams traten darin mit einem jeweils zur Verfügung gestellten Roboter T800, anscheinend benannt nach Arnold Schwarzeneggers Rolle in Terminator 2, in Schaukämpfen gegeneinander an.
In einem besonders bemerkenswerteren Kampf(öffnet im neuen Fenster) zwischen zwei dieser T800 lockerte ein Tritt des Gegners zunächst den Kopf des anderen. Nach zwei, drei weiteren Schlagabtauschen hing der Kopf nur noch an ein paar Kabeln, was beide Roboter nicht davon abhielt, weiter zu kämpfen, zu tanzen, seltsam zu stürzen und sich noch seltsamer wieder aufzurichten.
Erst mit dem endgültigen Abfallen des Kopfes scheiterte der nun kopflose Roboter daran, erneut aufzustehen. Er wurde abtransportiert, während sein Gegner unterschiedliche Siegerposen zeigte.
Die Willkür in der Abfolge von Aktionen lässt vermuten, dass die Roboter selbstständig anhand der jeweils vorgefundenen Situation handeln und reagieren, was nicht unbedingt überzeugend wirkt.
Werbeveranstaltung mit erhellender Erkenntnis
Die 173 cm großen und knapp 80 kg schweren Roboter, die zum Einsatz kamen, besitzen 29 Freiheitsgrade, was ihnen laut Hersteller das Ausführen unterschiedlicher Tritt- und Schlagabfolgen ermöglicht. Als Stückpreis werden 40.000 US-Dollar genannt.
Laut Engine AI handelt es sich bei der aktuellen Veranstaltung um eine Art Qualifikationsrunde, in der aus 32 Teams die besten 16 ermittelt werden. Das Finale soll im November und Dezember stattfinden. Laut Global Times(öffnet im neuen Fenster) erhält das Siegerteam, das das Verhalten des Roboters verantwortet, umgerechnet 1,4 Millionen US-Dollar als Preisgeld.
Teils unkoordinierte Bewegungsabläufe
Schaut man sich den Kampf mit dem kopflosen Roboter oder weitere Aufeinandertreffen etwas länger an, macht sich eine gewisse Erleichterung breit, dass der Weg zum Kampfroboter noch weiter sein könnte, als oftmals suggeriert.
Die Roboter springen aneinander vorbei und schlagen gern auch völlig am Gegner vorbei. Bei mehreren dieser Manöver stürzen sie, sind dank der voll beweglichen Gelenke jedoch auf gruselig effiziente Art in der Lage, schnell wieder aufzustehen.
Trotz annähernd menschlicher Maße bleibt auch die Kraft der Roboter noch limitiert. Die genannten 450 Newtonmeter der großen Gelenke liegen im Bereich des Drehmoments, das auf das menschliche Hüftgelenk wirkt. Den größten Schaden dürfte ein solcher T800 vermutlich anrichten, wenn er mit seiner Masse von 80 kg unwillkürlich umfällt.
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