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Hitze: Weniger Strom aus Wasserkraftwerken wegen Trockenheit

Die Trockenheit hat auch Folgen für die Stromerzeugung. Flüsse führen weniger Wasser, Laufwasserkraftwerke können nicht mehr so viel Strom produzieren.
/ Tobias Költzsch und dpa
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Das Wasserkraftwerk Iffezheim (Bild: EnBW)
Das Wasserkraftwerk Iffezheim Bild: EnBW

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit wird an einigen Wasserkraftwerken des Energieversorgers EnBW derzeit deutlich weniger Strom als üblich produziert. Der Wassermangel in den Flüssen schlage sich bereits jetzt deutlich in den Erzeugungszahlen der Laufwasserkraftwerke nieder, teilte das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur mit.

"An den Kraftwerksstandorten liegen die Wasserstände und Wasserabgaben aktuell außerhalb des Normbereichs", so EnBW. Die Laufwasserkraftwerke seien abhängig davon, wie viel Wasser ein Fluss führe. Wenn etwa Pegelstände sinken, wird weniger Strom produziert. "An kleineren Zuflüssen sind einige Anlagen bereits außer Betrieb oder nur noch eingeschränkt am Netz", heiß es weiter.

Besonders betroffen seien kleinere Anlagen, unter anderem an Flüssen wie Kocher, Enz, Jagst, Nagold oder Untere Argen. Die Stromproduktion der Laufwasserkraftwerke – ohne Pumpspeicherkraftwerke – lag demzufolge in diesem Jahr bei bisher nur 80 Prozent des Referenzwerts (Stand: Ende Juni 2026). Im Monat Juni seien sogar nur 63 Prozent erreicht worden.

Trockener Juni bedingt für nur 63 Prozent Leistung

Beim Rheinkraftwerk Iffezheim lag die Erzeugung bis Ende Juni üblicherweise bei rund 83 Prozent des Referenzwerts, im Juni dieses Jahres bei lediglich 70 Prozent.

Die Wasserkraftwerke am Neckar konnten in den ersten sechs Monaten des Jahres nur 83 Prozent sonst möglicher Strommengen produzieren. Betrachtet man den Juni allein, waren es den Angaben zufolge sogar nur 61 Prozent des möglichen Erzeugungsniveaus. EnBW und Tochterunternehmen erzeugen an 130 Standorten Strom aus Wasserkraft (Laufwasser und Pumpspeicher). Auch mehrere andere Unternehmen betreiben Wasserkraftwerke im Südwesten.


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